StartseiteRatgeber › Immobilie verkaufen ohne Makler: Vor- und Nachteile im Überblick

Immobilie verkaufen ohne Makler?

Den Makler sparen und die Provision behalten – das klingt verlockend. Doch ein Privatverkauf ist mehr Arbeit und birgt Risiken, die am Ende teurer werden können als die Courtage. Dieser Ratgeber wägt ehrlich ab, wann sich der Verkauf ohne Makler lohnt und wann nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Privatverkauf ist zulässig, bedeutet aber, alle Aufgaben selbst zu übernehmen.
  • Seit 2020 kann bei EFH und ETW an Verbraucher nur die halbe Provision auf Käufer umgelegt werden.
  • Der größte Hebel ist der erzielte Preis – ein falscher Angebotspreis kostet mehr als jede Provision.
  • Rechtliche Fallstricke: Aufklärungspflichten, Energieausweis, Vertragsgestaltung, Bonitätsprüfung.
  • Bei Mehrfamilienhäusern und vermieteten Objekten überwiegen die Risiken des Alleingangs.

Eine Immobilie ohne Makler zu verkaufen klingt zunächst verlockend: kein Vermittler, vermeintlich gesparte Provision, alles in eigener Hand. Für manche Eigentümer geht diese Rechnung auf – für viele andere endet der Privatverkauf mit einem niedrigeren Preis, langer Vermarktungsdauer oder rechtlichem Ärger. Dieser Ratgeber zeigt ehrlich, was der Verkauf ohne Makler wirklich bedeutet: welche Aufgaben auf Sie zukommen, welche Fehler teuer werden, wann sich der Alleingang lohnt und wann professionelle Unterstützung die klügere Wahl ist. Ziel ist nicht, Ihnen etwas zu verkaufen, sondern Ihnen eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.

Verkauf ohne Makler: Was bedeutet das konkret?

Wer privat verkauft, übernimmt sämtliche Aufgaben, die sonst ein Makler koordiniert – von der Wertermittlung über die Vermarktung bis zur Vertragsabwicklung. Das ist rechtlich völlig zulässig und bei einem einfachen, gut nachgefragten Objekt in klarer Eigentumssituation durchaus machbar. Entscheidend ist, dass Sie den Aufwand realistisch einschätzen und die typischen Risiken kennen, bevor Sie sich festlegen.

Der größte Irrtum besteht darin, den Privatverkauf auf „Foto machen, inserieren, verkaufen" zu reduzieren. Tatsächlich ist der Verkauf ein Projekt mit vielen Einzelschritten, die zeitlich und fachlich ineinandergreifen. Wer einen davon unterschätzt – etwa die Preisfindung oder die Bonitätsprüfung des Käufers –, riskiert Verluste, die jede vermeintlich gesparte Provision übersteigen.

Diese Aufgaben übernehmen Sie selbst

Ein Privatverkauf umfasst eine ganze Reihe von Aufgaben, die Zeit, Fachwissen und Organisation erfordern:

Jeder dieser Schritte will beherrscht sein. Besonders die Preisfindung und die Käuferprüfung entscheiden über Erfolg oder Misserfolg – und genau hier fehlt Privatverkäufern oft die Erfahrung und der Marktzugang.

Die Provisionsfrage: Wie viel spart man wirklich?

Das häufigste Motiv für den Privatverkauf ist die Ersparnis der Maklerprovision. Diese Rechnung ist jedoch weniger eindeutig, als viele denken. Seit Dezember 2020 gilt für den Verkauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen an Verbraucher das Prinzip der geteilten Provision: Der Verkäufer kann höchstens die Hälfte der Courtage auf den Käufer umlegen, mindestens die andere Hälfte trägt er selbst. Für Verkäufer bedeutet das, dass sie ohnehin nur einen Teil der Provision „sparen".

Dem stehen die Kosten und Risiken des Alleingangs gegenüber: ein möglicherweise zu niedrig angesetzter Preis, eine längere Vermarktungsdauer mit laufenden Kosten und der Zeitaufwand, der sich schnell auf viele Dutzend Stunden summiert. Entscheidend ist am Ende nicht die Provision, sondern der Nettoerlös nach allen Kosten. Ein professionell geführter Verkauf, der einen höheren Preis erzielt, kann trotz Provision unter dem Strich mehr einbringen. Wie sich die Provision zusammensetzt und verteilt, erklärt unser Ratgeber zur Maklerprovision.

Zum Vergleich: Bei Gerber Immobilien zahlen Verkäufer im Regelfall keine Verkäuferprovision. Die Frage „mit oder ohne Makler" ist damit für viele Eigentümer weniger eine Kostenfrage als eine Frage von Erlös, Sicherheit und Aufwand.

Der kritischste Punkt: die richtige Preisfindung

Kein Fehler kostet Privatverkäufer mehr Geld als ein falsch angesetzter Preis. Wer zu hoch einsteigt, schreckt ernsthafte Interessenten ab; das Objekt bleibt lange am Markt und wird zum „Ladenhüter", den Käufer mit Misstrauen betrachten. Preissenkungen wirken dann wie ein Eingeständnis und laden zu weiteren Verhandlungen ein. Wer zu niedrig ansetzt, verschenkt bares Geld – oft mehr, als jede Provision je ausmachen würde.

Eine seriöse Preisfindung stützt sich auf das passende Bewertungsverfahren, aktuelle Vergleichsdaten und die genaue Kenntnis des lokalen Marktes. Privatverkäufern fehlt in der Regel der Zugang zu belastbaren Vergleichspreisen und die Routine, ein Objekt realistisch einzuordnen. Ein häufiger Ausweg ist die neutrale, kostenlose Ersteinschätzung durch einen Fachmann – auch dann, wenn man den Verkauf anschließend selbst in die Hand nehmen möchte.

Rechtliche Fallstricke beim Privatverkauf

Der Immobilienverkauf ist rechtlich anspruchsvoll, und Fehler haben spürbare Folgen. Besonders relevant sind:

Diese Punkte sind kein Grund zur Panik, aber sie zeigen: Der Verkauf ist mehr als eine Handelsware zu inserieren. Wer sich hier unsicher fühlt, sollte den Aufwand einer sorgfältigen Vorbereitung nicht scheuen – oder die Abwicklung in erfahrene Hände geben.

Wann sich der Verkauf ohne Makler lohnt – und wann nicht

Der Alleingang kann funktionieren, wenn mehrere Voraussetzungen zusammenkommen: Das Objekt ist einfach strukturiert (etwa eine gefragte Eigentumswohnung), die Eigentumsverhältnisse sind klar, Sie haben Zeit, Verhandlungsgeschick und keine Scheu vor Behörden und Verträgen, und der Markt ist so nachfragestark, dass sich Käufer fast von selbst finden.

Gegen den Privatverkauf sprechen dagegen: komplexe Objekte wie Mehrfamilienhäuser oder vermietete Immobilien, unklare oder geteilte Eigentumsverhältnisse (etwa in einer Erbengemeinschaft oder bei einer Scheidung), Zeitdruck, emotionale Bindung an das Objekt oder schlicht der Wunsch nach Sicherheit und dem bestmöglichen Preis. In diesen Fällen überwiegt der Wert professioneller Begleitung fast immer.

Sonderfall Mehrfamilienhaus: hier wird es besonders anspruchsvoll

Beim Verkauf eines Mehrfamilienhauses stößt der Privatverkauf schnell an Grenzen. Die Bewertung erfolgt über das Ertragswertverfahren und setzt Kenntnisse über Reinertrag, Liegenschaftszins und marktübliche Kaufpreisfaktoren voraus. Käufer sind hier meist erfahrene Kapitalanleger, die jede Zahl prüfen und geübt verhandeln. Zudem sind Mietverträge, Nebenkostenabrechnungen und eine saubere Mieterliste zu koordinieren, und das Mietrecht setzt beim Verkauf eines bewohnten Objekts enge Grenzen.

Ein Privatverkäufer, der einem professionellen Investor gegenübersitzt, verhandelt selten auf Augenhöhe. Genau deshalb ist gerade bei Zinshäusern und vermieteten Objekten die Begleitung durch einen spezialisierten Makler in der Regel bares Geld wert – der erzielte Mehrpreis übersteigt die Kosten meist deutlich.

Zeitaufwand: Womit Sie realistisch rechnen müssen

Der Zeitaufwand eines Privatverkaufs wird fast immer unterschätzt. Vom ersten Foto bis zur Schlüsselübergabe vergehen selten weniger als drei bis sechs Monate, und in dieser Zeit summieren sich die Stunden. Allein die Beschaffung der Unterlagen bei Ämtern und Verwaltungen kann Wochen dauern, weil Sie auf Grundbuchauszüge, Flurkarten oder Protokolle warten. Hinzu kommen die Erstellung des Exposés, das Beantworten von Anfragen, die Koordination und Durchführung von Besichtigungen – oft an Abenden und Wochenenden – sowie die Verhandlungen und die Abstimmung mit dem Notar.

Rechnen Sie realistisch mit mehreren Dutzend Stunden konzentrierter Arbeit, verteilt über Monate. Wer berufstätig ist, weit vom Objekt entfernt wohnt oder mehrere Interessenten parallel betreuen muss, stößt schnell an Grenzen. Dieser Aufwand ist kein Argument gegen den Privatverkauf, aber er gehört ehrlich in die Rechnung: Die vermeintlich gesparte Provision wird mit erheblicher Eigenleistung erkauft.

Vermarktung und Exposé: die richtigen Käufer erreichen

Der erste Eindruck entscheidet, und er entsteht online. Ein überzeugendes Exposé lebt von hochwertigen, hellen Fotos, einem vollständigen und korrekten Datensatz sowie einer Beschreibung, die die Stärken des Objekts herausstellt, ohne zu übertreiben. Unscharfe Handyfotos, fehlende Grundrisse oder lückenhafte Angaben schrecken ernsthafte Interessenten ab und drücken den erzielbaren Preis, noch bevor die erste Besichtigung stattgefunden hat.

Ebenso wichtig ist die Reichweite. Professionelle Vermarktung nutzt die passenden Portale, spricht gezielt die richtige Zielgruppe an und filtert Anfragen, sodass nur qualifizierte Interessenten zur Besichtigung kommen. Privatverkäufern fehlt hier oft der Zugang zu einem vorgemerkten Käuferstamm – ein Vorteil, den ein etablierter Makler mitbringt und der gerade bei gefragten Objekten den Unterschied zwischen mehreren konkurrierenden Geboten und einem einzelnen Interessenten ausmacht.

Besichtigungen souverän führen

Die Besichtigung ist der Moment, in dem aus Interesse ein Kaufwunsch wird – oder eben nicht. Sie erfordert Vorbereitung: Das Objekt sollte aufgeräumt und gut präsentiert sein, typische Fragen zu Bausubstanz, Nebenkosten, Sanierungsstand und Umfeld sollten Sie sicher beantworten können. Gleichzeitig gilt es, die Interessenten einzuschätzen und höflich, aber gezielt deren Kaufabsicht und Finanzierungsfähigkeit zu prüfen.

Für viele Eigentümer ist gerade das emotional heikel: Das eigene Zuhause oder das Elternhaus wird kritisch beäugt, Mängel werden angesprochen, und Verhandlungsdruck entsteht. Ein neutraler Dritter kann hier sachlich bleiben, wo Eigentümer persönlich reagieren – und genau diese professionelle Distanz schützt am Ende den Preis. Wer selbst besichtigt, sollte sich dieser Dynamik bewusst sein und Verhandlung und Präsentation klar trennen.

Vom Angebot bis zum Notartermin

Liegt ein passendes Gebot vor, beginnt die entscheidende Phase. Bevor Sie zusagen, sollte die Finanzierung des Käufers durch eine belastbare Bankbestätigung gesichert sein – nichts ist ärgerlicher als ein Verkauf, der kurz vor dem Ziel an einer geplatzten Finanzierung scheitert. Anschließend wird der Kaufvertrag über einen Notar vorbereitet, der die Beurkundung übernimmt und die Beteiligten neutral belehrt.

Die inhaltliche Gestaltung des Vertrags – Zahlungsfristen, Übergabezeitpunkt, Regelungen zu Mängeln und Zubehör – sollten Sie nicht dem Zufall überlassen. Der Notar beurkundet, berät aber nicht einseitig in Ihrem Interesse. Nach der Beurkundung folgen die Kaufpreiszahlung, die Übergabe mit Protokoll und schließlich die Eigentumsumschreibung im Grundbuch. Erst damit ist der Verkauf abgeschlossen. Wie dieser gesamte Ablauf strukturiert aussieht, zeigt unser Ratgeber zum Ablauf des Immobilienverkaufs.

Käuferbonität und Finanzierung richtig prüfen

Der attraktivste Interessent nützt wenig, wenn am Ende die Finanzierung nicht steht. Privatverkäufer verlassen sich hier oft auf mündliche Zusagen – ein Risiko, das teuer werden kann. Seriös ist, sich vor der Zusage eine aktuelle Finanzierungsbestätigung der Bank zeigen zu lassen und die Ernsthaftigkeit des Interessenten einzuschätzen. Platzt ein Verkauf kurz vor dem Notartermin, verlieren Sie nicht nur Zeit, sondern das Objekt gilt am Markt schnell als „schwer verkäuflich", was künftige Verhandlungen belastet.

Ein erfahrener Makler prüft Bonität und Kaufabsicht routiniert und erkennt unrealistische Interessenten früh. Als Privatverkäufer sollten Sie sich diese Prüfung zur festen Regel machen: erst die gesicherte Finanzierung, dann die verbindliche Zusage. Diese Reihenfolge schützt Sie vor Enttäuschungen und hält den Verkaufsprozess planbar.

Privatverkauf im Ruhrgebiet: den lokalen Markt kennen

Ob sich ein Privatverkauf lohnt, hängt stark vom lokalen Markt ab. Das Ruhrgebiet ist kleinteilig: Nachfrage, Preisniveau und Käuferprofile unterscheiden sich zwischen den Städten und sogar zwischen einzelnen Stadtteilen erheblich. Eine gefragte Lage in Essen zieht andere Interessenten an als ein einfacheres Quartier in einer Nachbarstadt, und die realistische Preisspanne lässt sich nur mit genauer Marktkenntnis bestimmen.

Wer privat verkauft, sollte sich diese Kenntnis aktiv aneignen – über aktuelle Vergleichsangebote, Bodenrichtwerte und die Beobachtung, wie lange ähnliche Objekte am Markt bleiben. Als in Essen verwurzeltes Familienunternehmen kennen wir diese lokalen Unterschiede aus täglicher Praxis. Auch wenn Sie selbst verkaufen möchten, lohnt sich deshalb eine neutrale Ersteinschätzung als Ausgangspunkt: Sie verhindert, dass Sie Ihr Objekt am Markt vorbei anbieten.

Bin ich für den Privatverkauf bereit? Eine ehrliche Selbstprüfung

Bevor Sie sich entscheiden, hilft eine nüchterne Selbstprüfung. Verfügen Sie über ausreichend Zeit, auch abends und an Wochenenden? Kennen Sie den lokalen Markt gut genug, um einen realistischen Preis zu setzen? Trauen Sie sich zu, mit erfahrenen Käufern sachlich zu verhandeln und sich nicht unter Druck setzen zu lassen? Können Sie die nötigen Unterlagen selbstständig beschaffen und die rechtlichen Anforderungen erfüllen? Und ist Ihr Objekt einfach genug strukturiert, dass es keine besonderen Kenntnisse verlangt?

Können Sie diese Fragen überwiegend mit Ja beantworten und ist der Markt für Ihr Objekt stark, spricht wenig gegen den Alleingang. Häufen sich dagegen die Unsicherheiten, ist das kein Zeichen von Schwäche, sondern von realistischer Einschätzung. Der Verkauf einer Immobilie ist für die meisten Menschen eine der größten finanziellen Transaktionen ihres Lebens – hier auf Sicherheit und den bestmöglichen Preis zu setzen, ist eine kluge Entscheidung. Eine unverbindliche, kostenlose Ersteinschätzung kann Ihnen die Wahl erleichtern, ganz gleich, wie sie am Ende ausfällt.

Privatverkauf Schritt für Schritt

  1. Wert ermitteln: marktgerechten Angebotspreis auf belastbarer Grundlage festlegen.
  2. Unterlagen komplettieren: Grundbuchauszug, Energieausweis, Grundrisse und weitere Dokumente beschaffen.
  3. Exposé erstellen: gute Fotos, korrekte Daten, überzeugender Text.
  4. Vermarkten: auf passenden Kanälen inserieren und Anfragen professionell managen.
  5. Besichtigungen führen: Interessenten qualifizieren und das Objekt überzeugend präsentieren.
  6. Verhandeln und prüfen: Preis verhandeln, Bonität und Finanzierung des Käufers absichern.
  7. Notarvertrag und Übergabe: Kaufvertrag vorbereiten, beurkunden, Übergabe dokumentieren.

Die häufigsten Fehler beim Verkauf ohne Makler

Fazit

Der Verkauf ohne Makler ist möglich – aber kein Selbstläufer. Er lohnt sich bei einfachen Objekten, klarer Eigentumslage, ausreichend Zeit und einem starken Markt. Bei Mehrfamilienhäusern, vermieteten Immobilien, Erbengemeinschaften oder Scheidungssituationen überwiegen dagegen die Risiken, und professionelle Begleitung führt fast immer zu einem höheren Nettoerlös und mehr Sicherheit. Die ehrliche Kernfrage lautet nicht „Makler ja oder nein", sondern „Welcher Weg bringt mir unter dem Strich den besten Preis bei geringstem Risiko?". Als Gerber Immobilien beantworten wir diese Frage gern neutral – mit einer kostenlosen Ersteinschätzung, ganz gleich, wie Sie sich am Ende entscheiden.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen

Ja, der Verkauf ohne Makler ist rechtlich völlig zulässig. Sie übernehmen dann allerdings sämtliche Aufgaben selbst – von der Wertermittlung über die Vermarktung bis zur Vertragsabwicklung. Bei einfachen Objekten in klarer Eigentumslage ist das machbar, bei komplexen Immobilien steigt das Risiko deutlich.

Weniger als oft angenommen. Seit Dezember 2020 kann bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen an Verbraucher höchstens die Hälfte der Provision auf den Käufer umgelegt werden. Entscheidend ist ohnehin nicht die Provision, sondern der Nettoerlös nach allen Kosten – ein professionell erzielter Mehrpreis kann die Provision übersteigen.

Ein falsch angesetzter Angebotspreis. Zu hoch macht das Objekt zum Ladenhüter, zu niedrig verschenkt Geld – oft mehr, als jede Provision ausmacht. Eine seriöse Preisfindung auf Basis des passenden Bewertungsverfahrens und aktueller Vergleichsdaten ist deshalb entscheidend.

Unter anderem einen aktuellen Grundbuchauszug, den Energieausweis, Grundrisse und die Flurkarte, bei Eigentumswohnungen zusätzlich Teilungserklärung und Eigentümerversammlungsprotokolle. Eine vollständige Übersicht bietet unsere Unterlagen-Checkliste.

Grundsätzlich ja, doch hier wird es besonders anspruchsvoll: Die Bewertung erfolgt über das Ertragswertverfahren, die Käufer sind meist erfahrene Kapitalanleger, und Mietverträge sowie Mietrecht müssen berücksichtigt werden. Gerade bei Zinshäusern zahlt sich professionelle Begleitung in der Regel durch einen höheren Erlös aus.

Vor allem die Verletzung von Aufklärungspflichten (verschwiegene Mängel können zu Schadenersatz oder Rückabwicklung führen), Verstöße gegen die Energieausweis-Pflicht, eine unzureichende Vertragsgestaltung und fehlende Bonitätsprüfung des Käufers, wodurch der Verkauf platzen kann.

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